Merkel forever? Schulz kann es einfach nicht

Merkel forever? Schulz kann es einfach nichtKann es einfach nicht: Martin Schulz (SPD) - Foto: SPD

Mag sein, dass ich da etwas merkwürdig reagiere. Auf jeden Fall kann ich den Wortbeiträgen von Martin Schulz (SPD) schon deshalb nichts Staatstragendes abgewinnen, weil er sein Öcher Platt nicht zu Gunsten einer neutraleren, sprich: hochdeutschen Sprechweise in den Griff bekommt. Es fällt mir einfach schwer, jemand mit so einem lustigen Dialekt wirklich ernst zu nehmen.

Wenn er aber noch einmal irgendwas von „hacht achbeitenden Menschen“ faselt, werfe ich garantiert Gegenstände in den Fernseher, vermutlich meine Schlappen (die sind erfahrungsgemäß mattscheibenschonend). Wegen dem Öcher Platt zum einen, wegen der Inhaltsleere seiner Wortblasen zum anderen.

So werden wir Mutti niemals los

So werden wir Mutti niemals losAngela Merkel - Foto: © Deutscher Bundestag - Achim Melde

Wenn mir jemand vor drei Monaten prophezeit hätte, ich würde schon bald in einer wichtigen Frage einer Meinung mit Angela Merkel sein, hätte ich ihn für bekloppt erklärt. Und jetzt das! Mein Weltbild gerät aus den Fugen. Mehr lesen

Was nun? Deutschland hat gewählt

Was nun? Deutschland hat gewähltDas Reichstagsgebäude in Berlin beherbergt den Deutschen Bundestag

Bei OPEN-REPORT und 24PR sind gerade eben meine beiden Kommentare zum Wahlausgang erschienen.

Wen‘ interessiert:

Die tödliche Umarmung der schwarzen Krake CDU

Weg vom Fenster – die FDP läuft jetzt unter „Sonstige“.  Das haben die Blau-Gelben zum Teil selbst besorgt (Korruption in diversen Ausprägungen – s Hotelsteuer). Zudem holte sich die Union die 2008 verliehenen Stimmen zurück – allem peinlichen Brüderle-Geschwafel („Wer Merkel will, wählt FDP!“) zu Trotz.

Wer mit wem? Vielleicht ist nach der Wahl schon wieder vor der Wahl

Politikergehälter: Mit allen Tricks zur Quoten-Queen

Niemand, und sei er auch mit einer noch so bescheidenen Portion Vernunft ausgestattet, wird ernsthaft in Abrede stellen, dass die Bezahlung des deutschen Regierungspersonals, allen voran die des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin, mit den Summen, die in Top-Positionen der Wirtschaft mittlerweile an der Tagesordnung sind, nicht mithalten kann. Nichts anderes hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gesagt.

Das ihm die Bundeskanzlerin wirderspricht, wird ihr noch ein paar Zehntelpunkte mehr im wöchentlichen Stimmungsbarometer bescheren. Ungerührt bedient sie wider besseren Wissens die vor allem an den Stammtischen gepflegte Meinungskultur, bestärkt jene Dummbeutel in ihrer Ansicht, die behaupten, „die da oben“ stopften sich doch ohnehin „nur die Taschen voll“, ohne etwas zu leisten.

Wulff-Interview: Ein Präsident mit schwerer Kindheit

English: President of Germany Christian Wulff ...

Image via Wikipedia

Nein, ein Befreiungsschlag war das wirklich nicht. Im Interview mit ARD und ZDF gab sich Bundespräsident Christian Wulff (CDU) nur wenig einsichtig, zumeist aber mitleidheischend und trotzig. Ohne auf alle Details eingehen zu wollen: Den Unterschied zwischen einem Kredit und einer „Kreditmarktbereitstellung“ wird wohl kaum jemand verstanden haben. Und einen Zinssatz von 0,9 bis 2,1 Prozent als „ganz normale übliche Konditionen“ zu betrachten, deutet im günstigsten Fall auf einen ausgeprägten Realitätverlust hin. Etliche Widersprüche und Ungereimtheiten bleiben offen.

Nervtötende Taktiererei um Pattex-Präsident Wulff

Bleibt Christian Wulff (CDU) tatsächlich weiter im Amt, nimmt die Politik insgesamt Schaden

Helmut Kohls „Mädchen“ Angela Merkel (CDU) macht das, was sie bei ihm gelernt hat: Sie sitzt aus. Während die ganze Republik aufgeregt das Verhalten und den künftigen Werdegang von Bundepräsident Wulff diskutiert, äußert sie sich mit keiner Silbe.

Es ist, zugegeben, sicher nicht einfach, hat Sie Christian Wulff doch mit aller Macht ins höchste Amt gehievt. Nachdem ihr mit Horst Köhler bereits einmal ein Bundespräsident unter noch immer nicht ganz klaren Umständen abhanden kam, wird sie wohl in diesem Moment fieberhaft nach einem möglichst eleganten Ausweg aus dem erneuten Dilemma suchen. Sie wird, das ist ihr zuzutrauen, einen Befreiungsschlag anstreben, der ihr ein für allemal Ruhe an der Präsidentenfront beschert. Oder zumindest bis zur Bundestagswahl im nächsten Jahr.

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