Karl Horst Hödicke

"Kaspar"

Kunst von Karl Horst Hödicke in Viersen

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Biografie

Hödicke wurde 1938 in Nürnberg geboren, seine Familie floh mit ihm 1945 nach Wien, wo die Mutter verstarb. 1957 zog er mit seiner Familie nach Berlin, wo er von 1959 bis 1964 Architektur an der Technischen Universität Berlin studierte, jedoch bereits nach einem Semester an die Hochschule der Künste Berlin wechselte und bei Fred Thieler Malerei studierte.

1961 wurde er zusammen mit Bernd Koberling Mitglied der Gruppe Vision. 1964 gründete er u. a. mit Markus Lüpertz und Bernd Koberling die legendäre Produzenten- oder Selbsthilfegalerie Großgörschen 35. Für ein Werk seiner ersten Ausstellung dort erhielt er den Deutschen Kunstpreis der Jugend für Malerei. Hödicke hielt sich von 1966 bis 1967 in Amerika auf, wo er experimentelle Kurzfilme produzierte, die zumeist seinen New York-Aufenthalt reflektieren.

1968 erhielt er das Stipendium für die Villa Massimo. Anschließend widmete er sich auch plastischen Experimenten, bei denen er aus an der Wand oder Decke hängenden Eimern oder Tonnen schwarzen Teer ausfließen ließ (Kalter Fluß, 1969), was bei Zimmertemperatur Wochen dauerte und so den Prozesscharakter betonte.

1974 wurde er als Professor einer eigenen Malereiklasse an die Berliner Hochschule der Künste berufen, wo er bis 2005 unterrichtete. In seiner Klasse studierten u. a. Helmut Middendorf, Barbara Heinisch, Salomé, Cheng Yuzheng und Jan Muche. Seit 1980 ist er ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 1983 erhielt er den Deutschen Kritikerpreis und 1998 den Fred-Thieler-Preis für Malerei der Berlinischen Galerie.

Karl Horst Hödicke war Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebt und arbeitet in Berlin

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1964 Großgörschen 35, Berlin.
  • 1965 Passagen. Verzerrungen, Galerie René Block, Berlin
  • 1966–77 weitere Einzelausstellungen in der Galerie René Block, Berlin
  • 1977 Badischer Kunstverein, Karlsruhe
  • 1977 documenta 6, Kassel
  • 1981 Bilder 1962–1980, Haus am Waldsee, Berlin
  • 1981–96 Kunsthalle Emden; Von der Heydt-Museum, Wuppertal. notturnus, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf.
  • 1984 Berlin + mehr, Kunstverein Hamburg.
  • 1986–87 Gemälde, Skulpturen, Objekte, Filme, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, Städtische Kunsthalle Mannheim, Städtische Galerie Wolfsburg.
  • 1987 Bronzen, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf und Galerie Skulima, Berlin.
  • 1990 Tiger, Studio d’Arte Cannaviello, Mailand.
  • 1991 89/90 MATERIALIEN, Galerie Gmyrek, Düsseldorf.
  • 1992 K.H.Hödicke malt Elvira, Raab Galerie Berlin; Galeria Juana Mordó, Madrid.
  • 1993 Berliner Ring. Bilder und Skulpturen 1975–1992, Neuer Berliner Kunstverein in der Orangerie im Schloss Charlottenburg; Kunstmuseum Düsseldorf.
  • 1995 Operation Cranach, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf.
  • 1996 Bronzen und Zeichnungen, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf.
  • 1997 havapaintamilkaday. Bilder von der Westküste Irlands.
  • 1999 Bilder und Zeichnungen, Royal Hilbernion Gallery, Dublin.
  • 2004 paratatatam, Ausstellung im Foyer der LBS.
  • 2005 Touché [1974-2005] Klasse Hödicke an der UdK, Universität der Künste, Berlin; Großgörschen 35 und Folgen, Galerie Eva Poll, Berlin; RAAB Galerie, Berlin
  • 2008 K.H. Hödicke – Kohlen 1975-1982, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf
  • achtzig mal hundert. Glaspalast Augsburg
  • 2009 aus/gezeichnet/zeichnen. Akademie der Künste, Berlin
  • 2011 karborundum, …blessent mon coeur d’une langueur monotone. (Paul Verlaine), Galerie Wolfgang Gmyrek. Düsseldorf
  • ZEICHNUNGEN UND BRONZEN, Krefelder Kunstverein e.V.
  • 2013 K. h. Hödicke. Malerei, Skulptur, Film, Berlinische Galerie

Quelle

Wikipedia

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