Wer braucht schon ’ne Sommerpause?

Wer braucht schon ’ne Sommerpause?Sommerpause - nur gebrauchte Krimis - © Foto: Klaus P. Lewohn

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mit zunehmendem Alter manifestieren sich immer mehr Macken, Schrullen und Marotten. Hat er einmal den Ruhestand erreicht, scheint er überhaupt ganz überwiegend aus diversen kapriziösen Eigenarten zu bestehen.

Ergänzt wird dieser offenbar unabwendbare Vorgang in vielen Fällen durch einen Hang zum Regelmäßigen. Auf wen das nicht zutrifft, der mag sich nicht angesprochen fühlen – bei mir ist es jedenfalls so. Unvorhersehbare Änderungen meines gewohnten Tagesablaufs erzeugen bei mir im günstigsten Fall Missstimmungen, können aber durchaus auch für Wutanfälle mit einem mitunter mich selbst erschreckenden Aggressionspotential verantwortlich sein. Meine Umgebung tut daher gut daran, mich von unangemeldeten Besuchen zu verschonen und getroffene Verabredungen, falls erforderlich, rechtzeitig mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf abzusagen, soll mein Zorn nicht die Oberhand gewinnen.

Sind Sie sicher?

In jedem Fernsehkrimi wird irgendwann die überflüssigste aller Fragen gestellt

tatortSonntag ist Krimitag. Ob „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder was auch immer im Angebot der ARD ist, wird geguckt. Danach folgte gestern noch der letzte Wallander-Fall. Die Chancen stehen sonntags gut, nicht mit der X-ten Wiederholung abgespeist, sondern mit Erstsendungen verwöhnt zu werden. Mitunter kommt es zu Konflikten, denn im ZDF gab’s zum Beispiel gestern um 22:00 Uhr auch noch Inspektor Barnaby; der musste sich darum erstmal einen freien Platz auf dem Festplatten-Recorder suchen.

Markus Lanz – der wahre Dschungelkönig

Markus Lanz – der wahre Dschungelkönig

RTL-Dschungel für den Grimme-Preis nominiert

Hans-Ulrich Jörges ist schon des öfteren durch absonderliche und abenteuerliche Interpretationen und Bewertungen zeitgeschichtlicher Ereignisse aufgefallen. Als er aber in der ZDF-Quasselrunde „Markus Lanz“ des gleichnamigen Gottschalk-Erben die RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ in den höchsten Tönen lobte und ihr attestierte, dass es sich dabei um hervorragende Unterhaltung handele, wusste er vielleicht schon, dass in den Wettbewerbs-Jurys des Grimme-Instituts diese besonders bösartige, hochinfektiöse Form des Dschungelfiebers ausgebrochen ist, die für die rasante Vernichtung von Gehirnzellen sorgt. Denn Jörges ist selbst infiziert. Die Schauspielerin Katrin Sass blieb zwar vom Virus verschont. Dafür erlitt sie fast einen Herzinfarkt, weil sie sich über die Nominierung der RTL-Sendung für einen Grimme-Preis aufregen und über die Anwesenheit eines Ex-Dschungelkönigs ärgern musste, in Rage geriet. das ganze Studio zusammenschrie und von Lanz gar nicht mehr eingefangen werden konnte. Ihr sei gute Besserung gewünscht. Dem Jörges eigentlich weniger.

Mein Kommentar: Der Irrsinn mit dem Quotenzwang

«Wetten, dass…» entwickelte sich vom Familienprogramm mit Pfiff zum platten Spektakel.

Viersen (OPEN REPORT-kpl). Nachdem Frank Elstner 1981 seine ersten Wetten anbot, hat sich das Gesicht der Sendung ständig verändert. Nicht zu ihrem Vorteil, wie zu konstatieren ist.

Denn die mehr als 21 Millionen Zuschauer, die Thomas Gottschalk dann 1987 zusahen, waren nach dem Start des Privatfernsehens nicht mehr erreichbar. Im Kampf um Quoten wurden die anfangs meist besonders originellen Wetten im Laufe der Zeit immer spektakulärer. Fallschirmspringer, die in schwindelnder Höhe in einen Heißluftballon umstiegen oder Motorradfahrer, die eine Skisprungschanze hinabrasten und mehr als achtzig Meter durch die Luft flogen, ließen das Format auch gegenüber den Programmangeboten von SAT1 oder ProSieben bestehen.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial

Gefällt es Ihnen hier im Blog? Bitte, sagen Sie es weiter :)