Und der Planet dreht sich weiter

Und der Planet dreht sich weiterReichstag in Berlin - Foto: pixabay.com

So, das war’s also. Die Groß-Koalitionäre büßten massiv Wählerstimmen ein, die an FDP und AfD gingen. Die FDP ist wieder da – obwohl sie kaum jemand vermisst hatte. Die Rechtspopulisten wurden sogar drittstärkste Kraft und ziehen mit fast einer Hundertschaft in den neuen Bundestag ein. 

So sehr viele gerade darüber schockiert sind: Überraschend ist es nun wirklich nicht. Das Ergebnis entspricht vielmehr in etwa dem der Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend aus dem Dezember vergangenen Jahres. Man wusste, was kommen würde.

Was nun? Deutschland hat gewählt

Was nun? Deutschland hat gewähltDas Reichstagsgebäude in Berlin beherbergt den Deutschen Bundestag

Bei OPEN-REPORT und 24PR sind gerade eben meine beiden Kommentare zum Wahlausgang erschienen.

Wen‘ interessiert:

Die tödliche Umarmung der schwarzen Krake CDU

Weg vom Fenster – die FDP läuft jetzt unter „Sonstige“.  Das haben die Blau-Gelben zum Teil selbst besorgt (Korruption in diversen Ausprägungen – s Hotelsteuer). Zudem holte sich die Union die 2008 verliehenen Stimmen zurück – allem peinlichen Brüderle-Geschwafel („Wer Merkel will, wählt FDP!“) zu Trotz.

Wer mit wem? Vielleicht ist nach der Wahl schon wieder vor der Wahl

Leistungsschutzrecht: Sie wissen wirklich nicht, was sie tun

copyrightDas umstrittene Gesetz wurde mit 293 zu 243 Stimmen vom Bundestag verabschiedet

Jeder 12-Jährige hätte besser gewusst, was von diesem Gesetzentwurf zu halten war, als die offensichtlich von jeder Sachkenntnis verschonten Entscheidungsträger. Nämlich gar nichts.

So aber ist es beschlossen. Das neue Leistungsschutzrecht nutzt, zumindest vordergründig, den großen Verlagen, die es, angeführt natürlich von Springer mit der „Bild“-Zeitung, massiv gefordert haben, und schadet sowohl den kleineren als auch den Journalisten, die von dem erwarteten Geldregen ferngehalten werden. Denn künftig muss, wer auf seiner Website Inhalte verwendet, die mehr sind als „kleinste Textausschnitte“, Lizenzgebühren zahlen. Betroffen sind davon vor allem so genannte „Aggretatoren“, die Snippets zum Beispiel für Feed-Reader bereitstellen. Was „kleinste Textausschnitte“  sind, steht nicht im Gesetz. Google wird aber seine Ergebnislisten ganz gewiss so gestalten, dass keine Zahlungen zu erwarten sind.

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