Dumm, aber wahlberechtigt: Fremdenhass und Verblödung

Dumm, aber wahlberechtigt: Fremdenhass und VerblödungRichard David Precht (51) ist einer der klügsten Denker unserer Zeit - Quelle; ZDF

„Was mich grundsätzlich ärgert ist, dass die beunruhigten Leute immer über die Fähigkeit verfügen, den Falschen dafür die Schuld zu geben. Dass wir jetzt ausgerechnet den armen Teufeln, die aus Syrien kommen, die ihre Familien und ihr Hab und Gut verloren haben, die Schuld dafür geben, dass vieles schlechter werden könnte, das ist erschreckend dumm.“ – Richard David Precht (51) Mehr lesen

Meine Meinung: Silvester und andere Tage – erst denken, dann tippen

Meine Meinung: Silvester und andere Tage – erst denken, dann tippenHauptbahnhof Köln - Foto: © Björn Wylezich - Fotolia.com

Was sich bereits seit geraumer Zeit, verstärkt aber nach den Ereignissen an Silvester, in den sozialen Netzwerken abspielt, ist eigentlich unbeschreibbar. Ungehemmt wird dort verallgemeinert, verunglimpft, bedroht, beleidigt, beschimpft und gehetzt.

Dabei erfordert gerade die aktuelle Situation ein besonderes Maß an Differenzierung. Nahezu jedes fremdenfeindliche Vorurteil lässt sich durch irgendwelche Teilaspekte der Vorkommnisse in Köln und anderswo befeuern. Die Hemmungslosigkeit, mit der das in Online-Medien geschieht, ist erschreckend. Es wird schnell klar, dass allzu oft weniger gedacht als gehasst wird, dass die gegen alles Fremde gerichteten, nur allzu durchschaubar als „Besorgnis“ verbrämten Hass-Tiraden ohne Verwendung der Hirnfunktionen in die Tastatur gehauen werden. „Et kost‘ ja nix!“, wie der Rheinländer sagt, einfach mal ein paar unhaltbare Behauptungen ins soziale Pöbel-Netz zu schicken. Mehr lesen

Begrenzung der Flüchtlingszahlen ist gar nicht möglich

Begrenzung der Flüchtlingszahlen ist gar nicht möglichMauer, Stacheldraht - © flyinger - fotolia.com

Die Debatten dieser Tage drehen sich überwiegend darum, dass die Regierung gefälligst die Zahl der Flüchtlinge reduzieren soll. Die Politik verwickelt sich in Diskussionen über vermeintlich geeignete Maßnahmen, Grenzzäune und -mauern sind im Gespräch, Transitzonen und, als Höhepunkt, der aus den Reihen der rechtspopulistischen AfD in den Streit eingebrachte Schießbefehl für Grenzer. Mehr lesen

Bayern-Nonsens braucht dringend eine Obergrenze

Bayern-Nonsens braucht dringend eine ObergrenzeHorst Seehofer - Foto über dts Nachrichtenagentur

Jeder weiß, ganz gewiss auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), dass die lauthals geforderten Transitzonen an Deutschlands Grenze zu Österreich keinen einzigen Flüchtling an der Einreise hindern würden, denn ohne massive Grenzsicherungsanlagen wäre niemand davon abzuhalten, links und rechts an diesen Transitzonen vorbei die Grenze zu überschreiten. Zäune oder Mauern aber will auch Seehofer nicht – bis jetzt, zumindest. Mehr lesen

Kommentar: Flüchtlingskrise ist wirklich kein deutsches Problem

Kommentar: Flüchtlingskrise ist wirklich kein deutsches ProblemViktor Orbán geriert sich als europäischer Chef-Zyniker in Flüchtlingsfragen - Viktor Orban - Foto über dts Nachrichtenagentur

Nach wie vor sträuben sich viele EU-Mitglieder mit Händen und Füßen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, lehnen eine Quotenregelung kategorisch ab.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán avancierte zu Europas Chef-Zyniker mit der Äußerung, es handele sich bei den Zigtausenden, die in Ungarn auf die Möglichkeit zur Weiterreise warteten, nicht „um ein ungarisches, sondern um ein deutsches Problem“. Er meinte damit, dass Deutschland den Asylsuchenden mit zu viel Hilfsbereitschaft entgegenkomme und dadurch verantwortlich sei für die ständig wachsende Zahl an Hilfesuchenden. Mehr lesen

Nur das Geld regiert die Welt

Nur das Geld regiert die WeltKosten-Nutzen-Rechnung für Zuwanderer - Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn - Foto: http://www.cesifo-group.de

Die öffentliche Diskussion könnte in Deutschland zu allen möglichen Themen entbrennen, die nichts oder nicht viel mit Geld zu tun haben. So wäre eine Debatte über die Definition und Weiterentwicklung dessen, was wir unter „Werte“ verstehen, sicherlich hilfreich, ist aber kaum wahrnehmbar. In die Schlagzeilen schaffte es zuletzt gerade mal die Auseinandersetzung um unser Verhältnis zu Flüchtlingen und anderen Zuwanderern, weil viele Menschen sich denen gegenüber benachteiligt sehen und glauben, ihr sauer verdientes Steuergeld würde diesem Personenkreis hinterhergeworfen, während sie selbst im Regen stehen müssen.

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