Wer braucht schon ’ne Sommerpause?

Wer braucht schon ’ne Sommerpause?Sommerpause - nur gebrauchte Krimis - © Foto: Klaus P. Lewohn

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mit zunehmendem Alter manifestieren sich immer mehr Macken, Schrullen und Marotten. Hat er einmal den Ruhestand erreicht, scheint er überhaupt ganz überwiegend aus diversen kapriziösen Eigenarten zu bestehen.

Ergänzt wird dieser offenbar unabwendbare Vorgang in vielen Fällen durch einen Hang zum Regelmäßigen. Auf wen das nicht zutrifft, der mag sich nicht angesprochen fühlen – bei mir ist es jedenfalls so. Unvorhersehbare Änderungen meines gewohnten Tagesablaufs erzeugen bei mir im günstigsten Fall Missstimmungen, können aber durchaus auch für Wutanfälle mit einem mitunter mich selbst erschreckenden Aggressionspotential verantwortlich sein. Meine Umgebung tut daher gut daran, mich von unangemeldeten Besuchen zu verschonen und getroffene Verabredungen, falls erforderlich, rechtzeitig mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf abzusagen, soll mein Zorn nicht die Oberhand gewinnen.

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In jedem Fernsehkrimi wird irgendwann die überflüssigste aller Fragen gestellt

tatortSonntag ist Krimitag. Ob „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder was auch immer im Angebot der ARD ist, wird geguckt. Danach folgte gestern noch der letzte Wallander-Fall. Die Chancen stehen sonntags gut, nicht mit der X-ten Wiederholung abgespeist, sondern mit Erstsendungen verwöhnt zu werden. Mitunter kommt es zu Konflikten, denn im ZDF gab’s zum Beispiel gestern um 22:00 Uhr auch noch Inspektor Barnaby; der musste sich darum erstmal einen freien Platz auf dem Festplatten-Recorder suchen.

Mein Kommentar: Der Irrsinn mit dem Quotenzwang

«Wetten, dass…» entwickelte sich vom Familienprogramm mit Pfiff zum platten Spektakel.

Viersen (OPEN REPORT-kpl). Nachdem Frank Elstner 1981 seine ersten Wetten anbot, hat sich das Gesicht der Sendung ständig verändert. Nicht zu ihrem Vorteil, wie zu konstatieren ist.

Denn die mehr als 21 Millionen Zuschauer, die Thomas Gottschalk dann 1987 zusahen, waren nach dem Start des Privatfernsehens nicht mehr erreichbar. Im Kampf um Quoten wurden die anfangs meist besonders originellen Wetten im Laufe der Zeit immer spektakulärer. Fallschirmspringer, die in schwindelnder Höhe in einen Heißluftballon umstiegen oder Motorradfahrer, die eine Skisprungschanze hinabrasten und mehr als achtzig Meter durch die Luft flogen, ließen das Format auch gegenüber den Programmangeboten von SAT1 oder ProSieben bestehen.

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