Untergang der Kommunikationskultur oder Segen der Technik?

Untergang der Kommunikationskultur oder Segen der Technik?

Heute Morgen, 8:00 Uhr. Mein Rechner fährt hoch, und sogleich widme ich mich den seit gestern Abend neu eingegangenen Emails. Es sind diesmal acht.

Nicht mitgezählt sind die Spam-Mails, die der Email-Server von Google dankenswerter Weise schon zur Seite geschafft hat. Und das sind genau 2.475. Mein Glück, dass ich die nicht allesamt durchsehen oder sogar lesen muss; ich lösche sie sogleich in einem Rutsch, ohne überhaupt nur hinzusehen.

Auf dem beruflichen Google-Konto werden alle geschäftlichen Emails von verschiedenen Domains gesammelt. Außerdem gibt es mein privates Google-Konto mit den persönlichen Emails. Da sind nur 24 Spam-Mails angekommen, und der freundliche Ostergruß meiner netzaffinen Tante.

Leistungsschutzrecht: Sie wissen wirklich nicht, was sie tun

copyrightDas umstrittene Gesetz wurde mit 293 zu 243 Stimmen vom Bundestag verabschiedet

Jeder 12-Jährige hätte besser gewusst, was von diesem Gesetzentwurf zu halten war, als die offensichtlich von jeder Sachkenntnis verschonten Entscheidungsträger. Nämlich gar nichts.

So aber ist es beschlossen. Das neue Leistungsschutzrecht nutzt, zumindest vordergründig, den großen Verlagen, die es, angeführt natürlich von Springer mit der „Bild“-Zeitung, massiv gefordert haben, und schadet sowohl den kleineren als auch den Journalisten, die von dem erwarteten Geldregen ferngehalten werden. Denn künftig muss, wer auf seiner Website Inhalte verwendet, die mehr sind als „kleinste Textausschnitte“, Lizenzgebühren zahlen. Betroffen sind davon vor allem so genannte „Aggretatoren“, die Snippets zum Beispiel für Feed-Reader bereitstellen. Was „kleinste Textausschnitte“  sind, steht nicht im Gesetz. Google wird aber seine Ergebnislisten ganz gewiss so gestalten, dass keine Zahlungen zu erwarten sind.

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