Geplantes Leistungsschutzrecht ist blanker Nonsens

Leistungsschuitzrecht stoppenMan stelle sich vor, die Plattenfirma kassiert jedesmal, wenn der neue Hit in irgendeinem Radiosender auch nur angespielt wird, eine Lizenzgebühr, während Interpret, Songschreiber und alle anderen leer ausgehen.

So etwas Ähnliches soll jetzt durch das Leistungsschutzrecht die Profite von BILD, Stern, Spiegel usw. steigern, indem diesen Lizenzgebühren selbst für kleine Textschnipsel (Snippets, wie in Google-Suchergebnissen) zugestanden werden. Die Urheber bekommen zwar nix, aber selbst kleine Blogger laufen dann Gefahr, für Verlinkungen auf andere Seiten zahlen zu müssen. Die folgende Abmahnwelle dürfte alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

Morgen wird im Bundestag über diesen Unsinn abgestimmt. Die „Hotelsteuer“ und andere Machenschaften lassen ahnen, wie anfällig Politiker der aktuellen Mehrheitskoalition für Wohltaten durch große Verlage sein dürften. Das Grauen steht vor der Tür.

Mehr dazu: Journalisten gegen Leistungsschutzrechtsunsinn

Leistungsschutzrecht: Sie wissen wirklich nicht, was sie tun
Kolumne: Deutsche Sprache, schwere Sprache: Profi-Texter mit Defiziten

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